THEMEN
Ebershardt im Nordschwarzwald
Hans Peter Köpf

Ebershardt im Nordschwarzwald

Ein 700-jähriges Dorf

Mit Texten von Ursula Bertsch, Falko Borkhart, Hans Doll, Hermann Dommer, Martin Frieß, Walter Hamann, Jochen Hammann, Lore Klinnert, Manfred Köncke, Christoph Konrad, Rainer Krebs, Wolfgang Maier, Ines Penzel, Andreas Röhm, Kurt Rothfuß, Sigrid Schenitzki, Volker Schuler, Hermann Waidelich

Hardcover, 23,5 x 22,5 cm
258 Seiten, 133 zumeist farbige Abbildungen
2016, November (1. Auflage)
ISBN 978-3-87437-573-3
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Das Dorf Ebershardt im Landkreis Calw wurde sicher schon viel früher gegründet, erstmals erwähnt ist es in einer Urkunde des Jahres 1312.
Heute ist der Ort ein Teil der Gemeinde Ebhausen.

In diesem Heimatbuch beschreiben Historiker und Einwohner die Vergangenheit und lebendige Gegenwart des Dorfes. Die vielschichitgen Beiträge handeln von alteingesessenen und neu ansässigen Familien, von Gehöften und ihrer Geschichte, von lebendigen Bräuchen und Festen. Die Kirchen und Chöre stehen ebenso im Fokus unseres Bandes wie die Vereine, die als Träger der modernen Lebenskultur das Gesicht von Ebershardt prägen.

Ein abwechslungsreiches Lesebuch.


Ausführliche Beschreibung

Die Ursprünge des Dorfes Ebershardt reichen in eine Zeit zurück, in der Deutschlands Süden noch in weiten Regionen von Urwäldern geprägt war. Die Menschen standen damals noch vor der Aufgabe, Land urbar zu machen. Wo und wann Land erschlossen wurde, entschied im Frühen Mittelalter allein die Herrschaft. Der adelige Herr gründete auf seinem Besitz Herren- bzw. Fronhöfe, von denen aus in einer nächsten Welle weitere Fronhöfe errichtet werden konnten. In einer solchen zweiten Phase muss Anfang des 10. Jahrhunderts von einem Angehörigen des Geschlechts der Udalrichinger auch Ebershardt gegründet worden sein, und zwar von dem älteren Fronhof in Ebhausen aus.

Ebershardt lag wohl in einem zu Ebhausen gehörenden Weidewald (Hart). Wahrscheinlich wurde der Name eines in diesem Weidewald eingesetzten Ordnungshüters êwalte auf den neuen Fronhof übertragen, der damals Ewelhart hieß.

Zum Herrenhof respektive zur Ortschaft Ewelhart gehörten mindestens vier weitere Bauernhöfe, die ›Huben‹. Diese Huben waren mit so viel Wirtschaftsfläche ausgestattet, wie sie eine Bauernfamilie zum Überleben benötigte. Für dieses Land mussten die ›Hübner‹ Abgaben entrichten, vor allem aber Frondienste auf dem Herrenhof leisten, der so mit Arbeitskräften versorgt war.

Die frühe Siedlungsstruktur von Ebershardt lässt sich noch heute im Dorf erkennen. Der Herren- oder Fronhof lag im Bereich des Unterdorfes, während die Huben die Keimzelle des Oberdorfes bilden.

Im Jahre 1312 wird der Ort Ewelhart dann zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt, aber nur, weil ein in der Nähe gelegenes Waldstück verkauft werden sollte. Wenig später tritt auch eine Familie (von) Ewelshart in den Quellen in Erscheinung. Sie waren im 14. Jahrhundert die Eigentümer des Herrenhofes bzw. deren Zweitgeborene und Nachkommen. Spätestens Anfang des 15. Jahrhunderts aber verkauften sie den ihnen namensgebenden Fronhof an das Kloster Reichenbach. Im Konflikt mit Baden, das die Vogtei über dieses Kloster innehatte, entriss der württembergische Graf Eberhard im Bart dem Kloster diesen Besitz gewaltsam, wahrscheinlich im Jahr 1468. Seit dieser Zeit ist Ebershardt württembergisch.

Im ersten Teil des vorliegenden Bandes erforscht der Historiker Hans Peter Köpf anhand der Quellen nicht nur die oben zusammengefasste Gründungsgeschichte des Dorfes Ebershardt, sondern klärt auch die Geschichte seiner Hofstellen, die Art und Besetzung der öffentlichen Ämter (Schultheiß, Richter, Heiligenpfleger, Bürgermeister u. a.) sowie die Entwicklung der Familien in Ebershardt bis ins 19. Jahrhundert. Auch die Grundzüge der Kirchen- und Schulgeschichte wie auch das Verhältnis der Ebershardter zur Obrigkeit werden von Köpf beleuchtet.

Im zweiten Teil des Bandes sind die neuere Geschichte und die Gegenwart des Ortes dargestellt. Nach einer eindrücklichen Zeitzeugenschilderung, wie die Notzeiten des Ersten Weltkrieges in Ebershardt erlebt wurden, beschreibt Kreisarchivar Martin Frieß die Geschichte des Ortes im 20. Jahrhundert, Bürgermeister Volker Schuler die Ereignisse seit dem Zusammenschluss in der Gemeinde Ebhausen. Im Folgenden schreiben die Ebershardter selbst die Geschichte ihrer der evangelischen und ihrer neuapostolischen Kirche, ihrem Kindergarten und ihrer Schule nieder, berichten von ihrem Brauchtum, den Festen, Chören und Sportvereinen.

Lesen Sie mehr zum Buch hier.

Eine ausführliche Beschreibung des Festakts zur Buchpräsentation finden Sie im Schwarzwälder Boten von Uwe Priestersbach:

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.ebhausen-ebershardter-historie-wird-lebendig.8f013a34-6b0e-4e73-8a36-cac32a3eaa20.html


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