THEMEN
Gestalten christlicher Mystik und Spiritulalität

Gestalten christlicher Mystik und Spiritulalität

Mit einem Anhang: Schriften und Beiträge zur christlichen Spiritualität aus den Jahren 1908-1954

Herausgegeben von Manfred Weitlauff / Mit einem Vorwort von Manfred Weitlauff

Hardcover, Leinen, 12,0 x 20,0 cm
714 Seiten
2004, Februar (1. Auflage)
ISBN 978-3-87437-475-0
sofort lieferbar
29,80 €

inkl. MwSt.
zzgl. Versand

     

Die in diesem Band gesammelten zwanzig Schriften und Beiträge Joseph Bernharts, darunter sieben bislang unveröffentlichte, stammen aus den Jahren 1908-1956 und sind aus unterschiedlichen Anlässen entstanden.

Sie bieten Porträts, Lebensbilder bedeutender Vertreterinnen und Vertreter christlicher Theologie, Mystik und Spiritualität von der Spätantike bis in die Neuzeit. Es sind tiefe Betrachtungen als geistliche Lebenshilfen oder Wegweisungsversuche aus der Spiritualität für die Gegenwart also für das eigene Leben.

In den personengeschichtlichen Beiträgen dieses Bandes offenbart sich intensives, kritisches Studium des Lebens und der Schriften der dargestellten Persönlichkeiten und eine verinnerlichte Kenntnis der Heiligen Schrift und der christlichen Geistestradition.

Es sind neben Augustinus, Bernhard von Clairvaux und Franz von Assisi auch Thomas von Aquin und Meister Eckhart viele weitere Mystiker und Mystikerinnen besprochen, aus deren Leben innere Werte zu gewinnen sind.

Joseph Bernhart
© Anton H. Konrad Verlag / Joseph-Bernhart-Gesellschaft e. V.

Joseph Bernhart

Ein außerordentliches Leben führte der 1881 in Ursberg geborene Joseph Bernhart. Er hat sich für ein Leben als Priester entschieden. 1904 erhielt er die Priesterweihe für das Bistum Augsburg, studierte aber davor schon katholische Theologie und Philosophie in München.

In beiden Fachgebieten brillierte er, verband sie zu einem Messpunkt der Authentizität und Integrität in seinem Leben. Mit der gebotenen Ernsthaftigkeit erreichte er den Titel Doktor der Theologie im Jahr 1910 über mittelalterliche Mystik, 18 Jahre später dann den Dr. phil.

Die innere Auseinandersetzung mit der Unterordnung unter kirchliche Autoritäten und die Endgültigkeit des Zölibats brachten ihn dazu "Der Kaplan" zu schreiben. Neben vielen anderen, und sehr bedeutenden Werken aus unserem Programm, spiegelt dieses Werk insbesondere die persönlichen Lebensumstände der prägenden Epoche.

Zunächst also als Kaplan in Markt Wald, Tandern, Hollenbach, Neuburg an der Donau und Murnau, wurde er zudem Mitarbeiter der Zeitschrift "Hochland", die damals schon ökumenisch arbeitete und maßgeblich an der Kritik der NS-Ideologie mitwirkte.

Bernharts Wissensdurst führte ihn weiter zum Studium von Latein, Germanistik und Geschichte in Jena, das nicht beendet hatte, da er inzwischen Elisabeth Nieland kennengelernt hatte. Nach einer schweren Entscheidungsphase heirateten beide geheim und standesamtlich in London - im Jahr 1913.

Damit wurde Joseph Bernhart als Priester oder besser "Laie" exkommuniziert. Seine Rekonziliation, also die Wiederaufnahme in und Versöhnung mit der Kirche, erfolgte erst 1939 und 1942.

Immer und ständig publizistisch tätig, mündete seine Ablehnung der NS-Ideologie 1942 in einem Veröffentlichungsverbot.

Seit 1948/49 war unser Autor wieder ein gefragter Referent. In zahlreichen Vorträgen trug er dazu bei, den wahren christlichen Gedanken von Nächstenliebe und Aufrichtigkeit in Deutschland zu verbreiten und sich in diesem Geiste um die ehrliche Aufarbeitung der Verbrechen zu bemühen.

Er wurde Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Società Europea di Cultura.

Wenig später, 1952, wurde er zum Honorarprofessor für mittelalterliche Geistesgeschichte an der Universität München berufen.

Im Zentrum seines vielfältigen, auch literarisch wertvollen Werkes als Theologe, Philosoph, Dichter und Kulturhistoriker steht die Suche nach dem Sinn und die Frage nach dem Bösen in der Geschichte. Eugen Biser stufte Joseph Bernhart als größten Geschichts- und Existenzdenker des 20. Jahrhunderts ein.


Inhaltsverzeichnis

Vorwort und Einfürhung des Herausgebers

Gestalten christlicher Mystik und Spiritualität

  • Augustinus (354-430)
  • Bernhards Kampf mit Abälard - "Chimaera mei saeculi." - Zur Achthundertjahrfeier des Todes Bernhards von Clairvaux (20. August 1153)
  • Hildegard von Bingen (1098-1179)
  • Franz von Assisi (1182-1226)
  • Berthold von Regensburg (um 1210-1272)
  • Mechthild von Magdeburg (um 1207-1282)
  • Dante Alighieri (1265-1321)
  • Johannes Tauler (um 1300-1361)
  • Katharina von Genua (1447-1510)
  • Theresa von Avila (1515-1582)
  • Blaise Pascal (1632-1662)
  • Fénelon und Frau Guyon

 

Schriften und Beiträge zur christlichen Spiritualität...

  • Stimmung in Welt und Seele
  • Seliges Leben: Eine Osterbetrachtung im Geiste deutscher Mystik
  • Das Geheimnis des ewigen Lebens
  • Brannte nicht unser Herz: Eine Osterbetrachtung

Bei unseren Veröffentlichungen arbeiten wir schon lange und gerne mit der Joseph-Bernhart-Gesellschaft zusammen.

Wenn Sie mögen, können Sie sich hier informieren:

http://joseph-bernhart-gesellschaft.de/
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.