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THEMEN
Augsburg und Habsburg

Augsburg und Habsburg

Geld | Macht | Staat

Softcover, 20,0 x 20,0 cm
92 Seiten, mit 62 prachtvollen Abbildungen, Klappenbroschur mit Ausschnitt
erscheint 2022, März (1. Auflage)
ISBN 978-3-87437-598-6
Vorbestellung möglich
12,80 €

inkl. MwSt.
zzgl. Versand

     

Augsburg war über 150 Jahre lang – vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges – ein europäisches Zentrum von Wirtschaft, Kunst und Politik. Der beeindruckende Aufstieg der schwäbischen Stadt hing entscheidend damit zusammen, dass es in jener Zeit enge Kontakte zwischen Augsburg und den Habsburgern gab.

Aber auch die Habsburger verdanken ihren Aufstieg zu einer der mächtigsten Dynastien Europas zu einem guten Teil dem Geld der Augsburger Handelshäuser, welche die politischen Projekte und die Kriege der Habsburger maßgeblich finanzierten. Im Gegenzug dazu erhielten die Augsburger Kaufleute von den Habsburgern weitreichende Handelsrechte und andere Privilegien. Dies ermöglichte es den Handelsherrn vom Lech, die damalige Welt mit engmaschigen Handelsnetzen zu überziehen.

Eine Folge dieses Zusammenspiels war auch, dass in Augsburg im 16. Jahrhundert durch und mit den Habsburgern Weltpolitik geschrieben wurde. Durch die von den Habsburgern in Augsburg abgehaltenen Reichstage wurde die Stadt am Lech zu einem Hauptort europäischer Politik, von Besuchern aus aller Herren Länder wegen ihrer Pracht und ihres Reichtums bestaunt.

Augsburger Künstler und Kunsthandwerker trugen durch ihre Arbeiten zum Ruhm des Hauses Habsburg bei. Die Stadt wurde aber auch im Auftrag der Habsburger mit den Werken erstrangiger Künstler – wie etwa der Maler Tizian und Albrecht Dürer oder des Bildhauers Adriaen de Vries – bereichert.

Dieses Buch stellt die Grundzüge der Beziehungen zwischen der Stadt Augsburg und den Habsburgern vom 13. bis zum 19. Jahrhundert vor.

Wolfgang Wallenta
© Wolfgang Wallenta / S. Ratz

Wolfgang Wallenta

Der Ort Dillingen an der Donau prägte Wolfgang Wallenta. Seine Geburtsstadt ist ein malerisch historischer Ort, der sich um den berühmten Fluss gelegt hat.

Es scheint daher nachvollziehbar, dass unser Autor nach Augsburg ging - eine viel größere Stadt, doch ebenso mit einem schönen historischen Stadtkern, der sich an zwei Flüssen -  Lech und Wertach - entwickelt hat.

Dort studierte er Geschichte und Politikwissenschaft. Beide Themen durchwirken bis heute seine Arbeiten.

Für seine Dissertation "Katholische Konfessionalisierung in Augsburg 1548 – 1648" wurde er mit dem bistumsgeschichtlichen Förderpreis der Diözese Augsburg ausgezeichnet.

Wallentas Offenheit anderen Kulturen gegenüber manifestierte sich in langjährigen Bemühungen um den Kulturaustausch zwischen Italien und Deutschland, die in Form des "Diploma di Benemerenza" der Società Dante Alighieri öffentliche Würdigung erfuhr.

Als Resultat des Grenzgängertums zwischen wissenschaftlichen Fachbereichen entstanden weitere Publikationen zu Kunsthandwerk, Brauchtumsgeschichte oder Ortsgeschichte.

Damit verbunden ist auch unser erstes gemeinsames Projekt, die umfangreiche "Unternehmensgeschichte Weihenbergmühle. Tradition und Fortschritt. 1122-2005", die von der Denzel Stiftung herausgegeben wurde.

In unserem zweiten gemeinsamen Projekt  "Ev. Heilig Kreuz Augsburg" schlägt sich ein weiteres solides Grenzgängertum nieder, nämlich die evangelisch-katholische Geschichte in Augsburg, diesmal initiiert durch die lebendige und an historischer Korrektheit intressierte Pfarrgemeinde.

Es werden manche Errata richtig gestellt, die Geschichte der Kirche, ihrer Mitglieder und ihrer Ausstattung mit der Akribie eines Historikers und der Leidenschaft eines um Verständigung bemühten Politikwissenschaftlers neu aufgearbeitet.

Dr. Wolfgang Wallenta lebt und arbeitet als Historiker in Augsburg.


Inhaltsverzeichnis

 

Glückhafter Aufstieg ◆ König Rudolf I. und die Reichsstadt Augsburg

Im Visier der Macht ◆ Kaiser Friedrich III., die Reichsstadt und die Bischöfe

„Der Bürgermeister von Augsburg“ ◆ Das Zeitalter Maximilians I.

Imperialer Glanz und tiefe Demütigung ◆ Kaiser Karl V.

Philippine Welser, die bürgerliche Schwiegertochter ◆ Kaiser Ferdinand I.

Allmähliche Entfremdung ◆ Kaiser Maximilian II.

Die Türken, die Kunst und das Geld ◆ Kaiser Rudolf II.

Im Würgegriff der Intoleranz ◆ Kaiser Ferdinand II.

Letzte Blüte ◆ Diplomatie, Geld und Kriege

Zeittafel
86 Wichtige „Habsburger-Orte“ in Augsburg
Weiterführende Literatur

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