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Hohenstaufen/Helfenstein. Historisches Jahrbuch für den Kreis Göppingen 17
Geschichts- u. Altertumsverein Göppingen e.V.;Kunst- u. Geschichtsverein Geislingen e.V. (Hg.), Walter Ziegler (Hg.)

Hohenstaufen/Helfenstein. Historisches Jahrbuch für den Kreis Göppingen 17

Mit Texten von Enno Bünz, Hartmut Gruber, Eckard Holler, Reinhard Rademacher, Christina Riese, Friedemann Scheck, Friedrich Welle

Hohenstaufen / Helfenstein. Historisches Jahrbuch für den Kreis Göppingen

Pappband, 17,0 x 24,0 cm
208 Seiten, 62 Abb., 57 Abbildungen
2009, Dezember
ISBN 978-3-87437-542-9
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Drei Themen zur Religionsgeschichte und zwei gesellschaftlich-historische werden hier behandelt.
Gottfried von Spitzenberg, der Bischof aus Würzburg, war einer der Vertrauten des Kaisers Barbarossa. Durch Studium in Rechtswissenschaften ebenfalls bewandert, konnte er am Friedens von Venedig in 1177 mitwirken.
Als Bischof brach er zusammen mit Barbarossa zum Kreuzzug auf, um das von Muslimen verteidigte Jerusalem voll in christliche Hand zu überführen. Ebenso wie Barbarossa, kam er jedoch nicht an, sondern starb wie viele andere Kreuzfahrer unterwegs in Antiochia.
In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Oberhofenstift in Göppingen durch Graf Ulrich von Württemberg gegründet. Später wurde es dem Boller Stift einverleibt, und sollte durch Pfründwirtschaft finanziert werden.
Gelitten hat seine finanzielle Lage während des Städtekrieges zwischen Württemberg und den Reichsstädten, welche ihre eigene Zollpolitik auf Kosten der Einkünfte Württembergs durchsetzten.
Fast genau zwei Jahrhunderte später fand während des Dreißigjährigen Krieges eine Wende statt, die ebenfalls in Göppingen ihre Spuren hinterliess: Bei der Schlacht 1634 in Nördlingen gewannen die kaiserlichen, katholischen Truppen und marschierten wenig später gegen Göppingen. Die Stadt ergab sich, wollte jedoch nicht zum Katholizismus übertreten. Nach langen Verhandlungen wurde 1648 schließlich ein Religionsfrieden verhandelt.

Über Eisenbahnlinien und ihre Verwendung und Bedeutung auf der Schwäbischen Alb im 19. Jh. erfahren wir zahlreiche Details, sowie über die Bewegung der 60er Jahre, deutsche Lieder abseits des Massengeschmacks populärer zu machen. Der Initiator dieses "Folkrevivals" sammelte Lieder der Landstreicher und der 1848er Revolution, um sie meist nur durch Gitarre zu begleiten. Das Ereignis selbst, das legendäre Festival zum Thema fand damals auf Burg Waldeck statt.


Enno Bünz
Von Schwaben nach Antiochia. Der Würzburger Bischof Gottfried von Spitzenberg (1186–1190)

Friedemann Scheck
Das Göppinger Oberhofenstift innerhalb der württembergischen Stiftslandschaft des 15. Jahrhunderts und seine Bedeutung für die Landesherrschaft

Christina Riese
"… jedoch daneben die Catholische Religion nach und nach fruchtbarlich eingefiert würde". Kriegserfahrung, landesfürstliche Politik und Religiosität als Eckpunkte kommunalen Lebens in Göppingen zwischen 1634 und 1648

Friedrich Welle
Der Eisenbahnbetrieb über die Schwäbische Alb in den 1850er Jahren

Eckard Holler
Peter Rohland – Begründer des deutschen Folksrevivals in den 1960er Jahren

Kleine Beiträge

Reinhard Rademacher
Die Hiltenburg bei Bad Ditzenbach im Spiegel neuer archäologischer Quellen – Zum Fortgang der Ausgrabungen im Jahr 2008

Peter Lecjaks
An den Wahrzeichen der Stadt Geislingen an der Steige nagt der Zahn der Zeit – Instandsetzungsmaßnahmen an Helfenstein und Ödenturm

Hartmut Gruber
1956–2006: 50 Jahre Große Kreisstadt Geislingen

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