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Hermann Breucha 1902-1972
Franziska Werfer

Hermann Breucha 1902-1972

Aufbruch der Kirche im Bild eines Priesters

Leinen, 14,0 x 23,0 cm
12 Abb., davon 4 farb.
1982, Januar
ISBN 978-3-87437-188-9
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n der priesterlichen Gestalt von Stadtpfarrer Hermann Breucha (1902-1972) wird konzentriert wesentlicher Aufbruch und Durchbruch in der Kirche deutlich.

Seine Jugend ist durch den ekklesiologischen und liturgischen Aufbruch nach dem ersten Weltkrieg bestimmt. Als Pfarrer in der Pfarrei Mariä-Himmelfahrt in Stuttgart-Degerloch durch 32 Jahre (1938-1970) wurde sein Wirken als Liturge, Prediger und Seelsorger beispielhaft. Als Prediger hat er den Durchbruch von der Homilie zur Verkündigung konsequent vollzogen.

Über sein Wirken in der Gemeinde hinaus hat er grundlegende Anfänge für das Wirken der Kirche in weitere Räume hinein gesetzt: Durch die Mitbegründung (1934) und Arbeit in der "Religiösen Bildungsarbeit der Katholischen Gemeinde Stuttgart"; durch die Mitbegründung (1941) und Arbeit in der Stuttgarter "Una Sancta-Bewegung"; durch die Mitbegründung (1949) und Arbeit in der Stuttgarter Gemeinschaft "Arzt und Seelsorger"; durch sein grundlegendes Wirken seit 1945 in der Katholischen Rundfunkarbeit am Süddeutschen Rundfunk; durch sein Wirken für Kunst und Künstler in der Diözese Rottenburg.

Schon früh erkannte er die Kirche als "una sancta catholica et apostolica ecclesia" des Westens und des Ostens, was dann im Gnadenbild der byzantinischen "Nikapeia" in der kleinen Mariä Verkündigungs-Kirche auf dem Frauenkopf in Stuttgart, wo er die beiden letzten Jahre seines Lebens wirkte, symbolischen Ausdruck finden durfte. So hat Hermann Breucha durch Jahrzehnte die wesentlichen Anliegen des II. Vatikanischen Konzils vorgelebt und so mit vorbereitet.

Sein Wirken ist ein Zeugnis und Zeichen für alle, die sich mühen, einen klaren Weg der Mitte zwischen einem überwundenen Formalismus und einem einseitigen Progressivismus zu gehen.
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