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Das Fürstliche Renaissanceschloß Höchstädt a. d. Donau
Reinhard H. Seitz

Das Fürstliche Renaissanceschloß Höchstädt a. d. Donau

Seine Baugeschichte und seine (ost)europäischen Bezüge

Hardcover, 25,0 x 22,5 cm
233 Seiten, 101 Abb., 101 teils ganzseitige, farbige Tafelabbildungen und 12 Seiten Register
2009, Oktober (1. Hochwertige Ausgabe)
ISBN 978-3-87437-537-5
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Der Autor läßt trotz spärlich überlieferter Bauunterlagen in beeindruckender Manier die Quellen sprudeln. Seine Ergebnisse enden nicht mit der Bau- und Ausstattungsgeschichte des Schlosses, das in den letzten Jahren mit hohem Aufwand durch die Bayerische Schlösserverwaltung restauriert wurde.

Schloß Höchstädt an der Donau – jener mächtige Vierflügelbau, überragt von einem (älteren) Bergfried mit welscher Haube – wurde von Pfalzgraf Philipp Ludwig (1547–1614), Herzog des Fürstentums Neuburg, ab 1589 erbaut und 1601 von der Fürstenfamilie bezogen.

Vorausgegangen war die "gute Partie", die der Fürst 1574 durch seine Heirat mit der Tochter Anna des Herzogs Wilhelm V. des Reichen von Jülich, Kleve und Berg (Residenz: Düsseldorf) machte. Schloß Höchstädt diente zunächst als Jagdschloß des Fürsten, erst später wie geplant als Witwensitz der Pfalzgräfin Anna (bis 1632). In seiner Planungsgeschichte erweisen sich nacheinander Leonhard Greineisen, fürstlicher Baumeister zu Burglengenfeld, als Architekt und als Innenarchitekt Sigmund Doctor. Ausgeführt wurde der mächtige Kubus in nur wenigen Jahren von den "welschen Maurern" der Firma Gilg Vältin aus dem italienischsprachigen Graubünden (dem "Misox"), die als Bautrupp jeweils vom Frühjahr bis zum Herbst vor Ort waren.


Die jüngste Geschichte des Schlosses (von 1933–1945) erschloß sich aus weiteren Aktenfunden: Reichsarbeitsdienst (1933f), Bergungslager für drei bayerische Staatsarchive (1943–1946) und die Einrichtung des "Instituts für nordisch-germanische Frühgeschichte des Ostraumes im Reichsostministerium" sowie des "Landesinstituts für Vor- und Frühgeschichte beim Reichskommissar für die Ukraine" (1944/45) mit der zeitweisen Überführung von Beständen ukrainischer Museen (Kiew u.a.) sowie der Museen von Minsk und Wilna/Vilnius nach Schloß Höchstädt.

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