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Eislingen und seine Fabriken
Martin Mundorff

Eislingen und seine Fabriken

Herausgegeben von Walter Ziegler

Leinen, 24,0 x 17,0 cm
190 Seiten, 99 Abb.
2001, April
ISBN 978-3-87437-454-5
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Die beiden sehr gewachsenen Orte Groß-Eislingen (1837 rd. 1400 Einwohner, kath.) und Klein-Eislingen (1837 rd. 900 Einwohner, evang.) schlossen sich 1933 zusammen zu "Eislingen" (damals ca. 9000, heute ca. 20000 Einwohner).

Die Gründung der Papierfabrik J. C. Schwarz & Söhne 1837-1839 bildete den Auftakt zur Industrialisierung Eislingens. Schon 1840 folgte Johannes Böhringer mit einer mechanischen Werkstätte zur Entwicklung einer Eisendrehmaschine. Jetzt ließen sich beidseits der Fils zahlreiche Betriebe nieder.

Die tiefgreifenden sozialen Veränderungen führten auch zur örtlichen Arbeiterbewegung. In der Frühphase der Industrialisierung entstanden die Unternehmen vor allem an den Mühlkanälen zur Nutzung der Wasserkraft. Standortvorteile waren bald nicht nur die Straße Stuttgart-Ulm sondern seit 1847 auch der Eisenbahnanschluß.Eine bedeutsame Rolle unter den im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Eislingen vorherrschenden Gewerbezweigen spielten die Textilbranche mit den Firmen Jung & Sixt, Greiner & Lemppenau und Hailer & Langbein (nachmals Wurster), das papierproduzierende Gewerbe mit den Werken der Firma J. C. Schwarz & Söhne (nachmals Fleischer bzw. Lutz & Fenchel) sowie Maschinenfabriken wie Honold & Wangner (nachmals Jetter & Baur), Geiger & Rüede und Ventzki.

Bei der Firma Zeller & Gmelin traten anstelle der Ölschieferverschwelung des 19. Jahrhunderts später andere Geschäftsfelder wie Handel mit Ölen, Druckfarbenproduktion, Teerherstellung und Altölaufbereitung in den Vordergrund des Geschäftsinteresses.

In dem abschließenden Kapitel "Zwischen Kaiserreich und Gegenwart" wird im Abschnitt "Firmenkurzbiographien" der Bogen zur heutigen Zeit gespannt. Von Gewicht sind im Geschäftsleben der Gegenwart neben den Sparten Kraftfahrzeug-Zulieferbranche und Metallbearbeitung (Bucher, EMAG, EX-CELL-O, Raufoss, SÜKO, Vögtle, WEKU Hofmann/Ventzki) Bereiche, die vom Stahlbau über Patemoster- und Lagersysteme bis zum Gebäudemanagement reichen. Ins Auge fallen dabei auch Unternehmen aus dem chemisch-technischen Feld, die sich über beachtliche geschäftliche Erfolge hinaus auch mit Erfindungen und Innovationen einen Namen machen konnten (Benecke-Kaliko AG, Hinterkopf GmbH, Maibach Industrie-Plastic GmbH, Dr. Scheller Cosmetics AG).

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