THEMEN
Die philosophische Mystik des Mittelalters von ihren antiken Ursprüngen bis zur Renaissance

Die philosophische Mystik des Mittelalters von ihren antiken Ursprüngen bis zur Renaissance

Mit Schriften und Beiträgen zum Thema aus den Jahren 1912-1969

Herausgegeben von Manfred Weitlauff

Leinen, Hardcover, 12,5 x 20,5 cm
1114 Seiten, 4 Abbildungen, 1 Farbtafel
2000, November
ISBN 978-3-87437-445-3
sofort lieferbar
29,80 €

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Eine ausführliche und doch übersichtliche Darstellung der Mystik in Verbindung mit der Philosophie von ihren antiken Grundlagen bis ins hohe Mittelalter.

Joseph Bernhart (1881-1969) hat sich der Aufgabe gestellt, die Begriffswelt der Mystik aufzuzeigen und von ihren Anfängen bei Aristoteles und Augustinus her zu klären.

Ausführlich geht der Autor auf Nikolaus von Kues ein, der eine klärende und beruhigende Position für all die Zeiten bietet, in denen der Gottesbegriff von der Kultur missverstanden wird.

So ist 1922 dieses profunde Werk entstanden - von seiner Fragestellung her damals bahnbrechend und in ihrer Art singulär gebliebene Untersuchung über das Verhältnis von Mystik und Philosophie.

Die Grenzen vom "einfacheren" Philosophieren über die Mystik oder über die mystische Erfahrung des Einzelnen zur tieferen mystischen Gesinnung oder Neigung sind nicht immer klar zu ziehen.


Dieses Werk Joseph Bernharts, wiederholt nachgedruckt und häufig vergriffen, wird hier in einer gründlich überarbeiteten Form vorgelegt.

Zusätzlich sind sieben weitere, immer noch aktuelle Schriften und Beiträge zur Mystik aus der Feder dieses bedeutenden philosophischen und theologischen Denkers des 20. Jahrhunderts in dieser Ausgabe beinhaltet.

Joseph Bernhart
© Anton H. Konrad Verlag / Joseph-Bernhart-Gesellschaft e. V.

Joseph Bernhart

Ein außerordentliches Leben führte der 1881 in Ursberg geborene Joseph Bernhart. Er hat sich für ein Leben als Priester entschieden. 1904 erhielt er die Priesterweihe für das Bistum Augsburg, studierte aber davor schon katholische Theologie und Philosophie in München.

In beiden Fachgebieten brillierte er, verband sie zu einem Messpunkt der Authentizität und Integrität in seinem Leben. Mit der gebotenen Ernsthaftigkeit erreichte er den Titel Doktor der Theologie im Jahr 1910 über mittelalterliche Mystik, 18 Jahre später dann den Dr. phil.

Die innere Auseinandersetzung mit der Unterordnung unter kirchliche Autoritäten und die Endgültigkeit des Zölibats brachten ihn dazu "Der Kaplan" zu schreiben. Neben vielen anderen, und sehr bedeutenden Werken aus unserem Programm, spiegelt dieses Werk insbesondere die persönlichen Lebensumstände der prägenden Epoche.

Zunächst also als Kaplan in Markt Wald, Tandern, Hollenbach, Neuburg an der Donau und Murnau, wurde er zudem Mitarbeiter der Zeitschrift "Hochland", die damals schon ökumenisch arbeitete und maßgeblich an der Kritik der NS-Ideologie mitwirkte.

Bernharts Wissensdurst führte ihn weiter zum Studium von Latein, Germanistik und Geschichte in Jena, das nicht beendet hatte, da er inzwischen Elisabeth Nieland kennengelernt hatte. Nach einer schweren Entscheidungsphase heirateten beide geheim und standesamtlich in London - im Jahr 1913.

Damit wurde Joseph Bernhart als Priester oder besser "Laie" exkommuniziert. Seine Rekonziliation, also die Wiederaufnahme in und Versöhnung mit der Kirche, erfolgte erst 1939 und 1942.

Immer und ständig publizistisch tätig, mündete seine Ablehnung der NS-Ideologie 1942 in einem Veröffentlichungsverbot.

Seit 1948/49 war unser Autor wieder ein gefragter Referent. In zahlreichen Vorträgen trug er dazu bei, den wahren christlichen Gedanken von Nächstenliebe und Aufrichtigkeit in Deutschland zu verbreiten und sich in diesem Geiste um die ehrliche Aufarbeitung der Verbrechen zu bemühen.

Er wurde Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Società Europea di Cultura.

Wenig später, 1952, wurde er zum Honorarprofessor für mittelalterliche Geistesgeschichte an der Universität München berufen.

Im Zentrum seines vielfältigen, auch literarisch wertvollen Werkes als Theologe, Philosoph, Dichter und Kulturhistoriker steht die Suche nach dem Sinn und die Frage nach dem Bösen in der Geschichte. Eugen Biser stufte Joseph Bernhart als größten Geschichts- und Existenzdenker des 20. Jahrhunderts ein.


Inhaltsverzeichnis

Joseph Bernhart als Mystikforscher

Vorwort und Einführung des Herausgebers

  • Die philosophische Mystik des Mittelalters von ihren antiken Ursprüngen bis zur Renaissance
  • Bernhardische und Eckhartische Mystik in ihren Beziehungen und Gegensätzen
  • Meister Eckhart
  • Der Frankfurter: Eine deutsche Theologie
  • Meister Eckhart und Nietzsche: Ein Vergleich für die Gegenwart
  • Heilige und Krankheit
  • Das Mystische
  • Augustinus: "Du Herr, mir innerlicher als ich mir selbst"

Abkürzungsverzeichnis

Quellenangaben und Literatur

Register der Personennamen

Register der Bibelstellen


Bei unseren Veröffentlichungen arbeiten wir schon lange und gerne mit der Joseph-Bernhart-Gesellschaft zusammen.

Wenn Sie mögen, können Sie sich hier informieren:

http://joseph-bernhart-gesellschaft.de/
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