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Wiblingen
Michael Braig

Wiblingen

Kurze Geschichte der ehemaligen vorderösterreichischen Benediktinerabtei in Schwaben

Mit Texten von Stefan J. Dietrich / Mit einem Nachwort von Wolfgang Schürle

Alb und Donau - Kunst und Kultur

Broschur, 17,5 x 24,5 cm
296 Seiten, 70 Abbildungen, 2 Klapptafeln
2001, Januar ((Neudruck der Ausgabe von 1834, Isny))
ISBN 978-3-87437-456-9
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Wiblingen, vor den Toren der Reichsstadt Ulm, als Benediktinerkloster 1093 von Hartmann und Otto, Grafen von Kirchberg, gestiftet, zählte wie Ochsenhausen und Weingarten zu den Abteien der Schwäbischen Benediktinerkongregation.

Bereits im 15. Jahrhundert ein Vorort der Melker Reform und Vorbild für schwächere Klöster, gehörte der Konvent dann vor dem Dreißigjährigen Krieg zu den Stützen der neu gegründeten Benediktineruniversität Salzburg. Im 18. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Anlage mit Basilika durch einen "regulären" Klosterneubau ersetzt. Der Bibliotheksaal, 1750 vollendet, ist einer der schönsten Festräume des deutschen Rokoko.

Die Wiblinger Kirche von Johann Georg Specht, 1778-1781 von Januarius Zick ausgestattet, gilt als eindrucksvoller Höhepunkt süddeutscher Sakralarchitektur am Ende des 18. Jahrhunderts. Als Württemberg das bis 1806 vorderösterreichische Kloster säkularisierte, wies Kaiser Franz den Mönchen - ohne Erfolgsaussichten - das polnische Kloster Tiniez bei Krakau zu.