Autoren

Bildrechte © Albert Arning
Wendelgard von Staden
Autorin Wendelgard von Staden ist als Zeitzeugin sehr geschätzt. Sie hat unerschrocken über ihre Jugend vor und während der NS-Zeit geschrieben "Nacht über dem Tal - Eine Jugend in Deuschland", über ihr weiteres Leben als Diplomatin in Europa und den USA hat sie in "Aus meinen Erinnerungen... und Amerika" berichtet.
Als Kind und Jugendliche erlebt Wendelgard von Staden Verbrechen der NS-Herrschaft, jedoch stets getragen vom mutigen Handeln ihrer Mutter.
In einem international isolierten und zerstörten Deutschland studiert sie Volkswirtschaft in Tübingen sowie politische Wissenschaften in Paris und Los Angeles. Viele Kontakte entstehen dadurch nach Frankreich, in die Schweiz, die Autorin reist quer durch die USA. Sie startet eine Karriere im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland.
Zuerst ist sie Vizekonsulin in Bern, später Legationsrätin in Washington. Während der 1970er Jahre geht sie mit ihrem Mann, Berndt von Staden, und zwei Kindern in die USA und leitet die Residenz des deutschen Botschafters. Hieraus ergeben sich unzählige Begegnungen mit amerikanischen Präsidenten, Ministern, Kutlurschaffenden.
Wendelgard von Staden ist dabei, wenn Nixon in seine Watergate-Affäre stürzt oder die US-Botschaft in Teheran zur Zeit von Präsident Carter überfallen wird.
Ihr Buch "Nacht über dem Tal", das bei uns neu aufgelegt wurde, hat 13. Auflagen und Übersetzungen in verschiedene Sprachen erfahren. Es war und ist sehr bekannt bei der Vermittlung der unmenschlichen Realität der NS-Zeit. Die Autorin hat immer wieder auch das persönliche Gespräch in der Erwachsenen- und Jugendbildung angeboten.
Sie wurde 100 Jahre alt und arbeitete unermüdlich bis kurz vor ihren 101. Geburtstag mit unserem Verleger Christoph Konrad an "Aus meinen Erinnerungen... und Amerika".
Wendelgard von Staden 1925-2026 war eine mutige, herausragende Persönlichkeit, ihre beiden Bücher sind ein stehendes Zeugnis für ihre Integrität.
